Estrichleger und -legerinnen erstellen in Wohn- und öffentlichen Bauten, in gewerblichen Gebäuden und Industrieanlagen die Fußbodenkonstruktionen, die im Hinblick auf Wärme- und Schallschutz Voraussetzung für komfortables Wohnen und Arbeiten sind. Viele Schichten gehören zum optimalen Fußbodenaufbau dazu, damit Feuchte, Schall und Kälte keine Chance haben. Daneben sind Spezialestriche mit künstlerischer Gestaltung, zum Beispiel in Ausstellungsgebäuden und Museen gefragt.

Estrich und Einsatzorte

In Abhängigkeit vom Einbauort muss jeder Fußboden speziellen Anforderungen gerecht werden. Estriche dienen als Unterböden für Beläge oder als unmittelbare Nutzböden. Estrichleger bauen dementsprechend Dämm- und Sperrschichten in die jeweiligen Räumlichkeiten ein. Im Wohnungsbau sind es vorwiegend schwimmende Estriche, die auf einer dämmenden Unterlage eingebracht werden. In Sportstätten oder industriellen Fertigungshallen werden direkt begehbare Verbundestriche und spezielle Industrieestriche benötigt. Die geeignete Estrichmörtelmischung wird von Hand, mit einer Fördermaschine oder mit dem Schlauch eingebracht. Zum Aufgabenbereich gehört auch die Imprägnierung, Beschichtung und Versiegelung sowie das Verlegen von Bodenbelägen aus Kunststoffen, Gummi, Kork oder Laminat. Estrichleger stellen ebenso fugenlose Terrazzoböden her und sanieren Bodenflächen in Altbauten.

Der Fliesenleger benötigt einen exakten Verlegeuntergrund

Die Arbeit- und Auftraggeber von Estrichlegern sind Hochbau- und Ausbaufachbetriebe, die die Estrichlegerei neben anderen Bauleistungen anbieten, spezialisierte Fußbodenfirmen, Wohnungsbau- und Industriebaufirmen. Die Arbeit ist aufgrund der wechselnden Einsatzorte auf Baustellen sehr abwechslungsreich und steht häufig im Zusammenhang mit der Arbeit anderer Ausbaugewerke im Baugewerbe. So ist unter anderem der Fliesen- und Mosaikleger darauf angewiesen, dass der Estrichleger seine Arbeit korrekt erledigt hat, da er seine Fliesen auf den von ihm hergestellten Untergrund aufbringt.  Kleine Estrichflächen bringt der Fliesenleger oft alleine ein. Früher wurden dann die Fliesen auch oft direkt in den frischen Estrich verlegt.

Estrichleger arbeiten sowohl in Neubauten wie auch bei der Sanierung und Modernisierung von Gebäuden. Beim Auswechseln von Bodenbelägen in Wohnhäusern arbeiten sie in den Privaträumlichkeiten von Kunden. Wer als Estrichleger arbeitet, muss eine besondere Sorgfalt beim Einbau der Sperr- und Dämmschichten sowie bei der Einhaltung der Schichtdicken und Höhenlagen walten lassen. Der Umgang mit Maschinen und Transport von Material erfordert die Befähigung zu umsichtigem Verhalten, daneben erfordern die wechselnden Einsatzorte auch Flexibilität.

 

Mathematische Fertigkeiten sind von Vorteil, um Abmessungen, Mischungsverhältnisse und Materialbedarf berechnen zu können. Für das Verständnis von Baustoffeigenschaften sind außerdem physikalische Kenntnisse wünschenswert. Die Ausbildung zum Estrichleger dauert drei Jahre, es wird keine bestimmte Berufsbildung vorgeschrieben. Die bundesweit einheitlich geregelte Ausbildung wird in Handwerk und Industrie angeboten.

 

Als Estrichleger verdient man während der Ausbildung etwa zwischen 500 und 1200 Euro monatlich, bei Gesellen beträgt das Gehalt ab etwa 2600 Euro im Monat.

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  • Thomas Fieber

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