Er gehört zu den ältesten Berufen im Handwerk

Dachdecker decken mehr als nur Dächer

Sonnenkollektoren vom Dachdecker

Sonnenkollektoren vom Dachdecker

Der Beruf des Dachdeckers gehört zu den ältesten Handwerksberufen. Die Aufgaben des Dachdeckers haben sich vom Prinzip her im Laufe der Zeit nur wenig geändert, allerdings arbeitet man heute in diesem Beruf mit anderen Materialien als früher. Dachdecker decken im Wesentlichen Dächer mit Materialien wie Dachplatten, Blech, Schiefer, Ziegeln und Schindeln ein. Dadurch, dass sie Dächer wind- und wetterfest machen, gewährleisten sie deren Schutzfunktion gegen Witterungseinflüsse. Daneben arbeiten sie Dämmstoffe ein, errichten Blitzableiter und Aussenwandverkleidungen, bauen Dachfenster ein, montieren Regenrinnen, installieren Sonnenkollektoren sowie Photovoltaikanlagen und bauen Unterkonstruktionen.

Die Wartung, Reparatur und Instandsetzung von Dächern, Holzkonstruktionen und Fassadenbekleidungen gehört selbstverständlich ebenso zu ihren Aufgaben. Dachdecker arbeiten entweder als Angestellte bei Bedachungsunternehmen oder Dachdeckereien oder selbständig in ihrer eigenen Firma.

Der Beruf des/der Dachdecker/in gehört zu den nach der deutschen Handwerksordnung anerkannten Ausbildungsberufen. Die Dauer der Ausbildung beträgt drei Jahre, wobei die erste Stufe der Ausbildung 24 Monate dauert. Danach ist eine Zwischenprüfung zu absolvieren und die Auszubildenden legen sich auf eine der beiden Fachrichtungen fest: Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik oder Reetdachtechnik.

 

Für den Beruf des Dachdeckers sind bestimmte Fertigkeiten im Bereich des Werkens von Vorteil, beispielsweise beim Bearbeiten von Holz und Blechen sowie zum Schneiden und Befestigen von Reet. Ein Verständnis für Mathematik ist ebenfalls vonnöten, um Maße oder Materialbedarf ermitteln zu können. Unabdingbar ist die erforderliche Umsicht, um bei Tätigkeiten auf dem Dach, auf Leitern und Gerüsten die eigene Sicherheit und die von Kollegen und Passanten nicht unnötig zu gefährden. Auch ist eine gewisse Sorgfalt gefragt, um die Arbeiten gewissenhaft auszuführen. Weil die Arbeit auf häufig wechselnden Baustellen stattfindet, ist zudem Flexibilität erforderlich. Unabdingbar ist auch Schwindelfreiheit. Eine bestimmte Schulbildung ist nicht vorgeschrieben, es werden in der Praxis jedoch vorwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss eingestellt.

 

Bei der Ausbildungsvergütung kann man etwa mit 480 bis 540 Euro brutto im ersten Lehrjahr und mit rund 900 Euro brutto im dritten Lehrjahr rechnen. Die Ausbildung gilt nach erfolgreich vor der Handelskammer abgelegter Prüfung als bestanden, die aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil besteht. Dass Frauen in diesem Beruf nur mit weniger als einem Prozent vertreten sind, mag vor allem an der körperlichen Beanspruchung liegen, die diese Tätigkeit mit sich bringt.

 

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  • Thomas Fieber

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