Stuckateure arbeiten in einem sehr vielfältigen Handwerk mit langer Tradition.

Gebäude wurden schon vor hunderten von Jahren innen und außen mit Stuck verziert. Auch heute noch sind das Fachwissen und die Fertigkeiten des Stuckateurs gefragt, wenn  es um Fassaden und Innenausbau geht. Zu seinen Aufgaben gehört das Herstellen von Innen- und Außenputzen, die Gestaltung von Putzoberflächen und natürlich Stuckarbeiten. Diese sind nicht zuletzt in der Denkmalpflege bei der Restaurierung von Fassaden, Wand- und Deckenverzierungen gefragt, wo dem Stuckateur große Verantwortung im Bereich der Bewahrung und Wiederherstellung historischer Bausubstanz obliegt.

 

Im modernen Innenausbau gehören auch Trockenbauarbeiten sowie die Errichtung von Wärmedämm-Verbundsystemen zu den Tätigkeiten von Stuckateuren. Im Rahmen der auszuführenden Putzarbeiten integrieren sie innen und außen auch Lichtquellen sowie Rollläden und Belüftungseinrichtungen. Des Weiteren umfasst ihr Leistungsspektrum die Herstellung von Trocken- und Fliessestrichen. Neben seinem fachübergreifenden Wissen werden dem Stuckateur Kreativität und künstlerisches Verständnis abverlangt.

Die Ausbildung zum Stuckateur dauert im Regelfall drei Jahre. Vom Gesetz her ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber und Bewerberinnen mit mindestens gutem Hauptschulabschluss. Als Voraussetzung für die Eignung zum Beruf des Stuckateurs gelten körperliche Fitness und technisches sowie handwerkliches Verständnis. Bewerber sollten darüber hinaus Spaß daran haben, Flächen mit Ornamenten zu gestalten und dazu beizutragen, historische Gebäude und Räumlichkeiten zu erhalten. Außerdem ist Schwindelfreiheit von Vorteil.

 

Auszubildende absolvieren ihre Ausbildung in der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb, wobei es sich überwiegend um einen Handwerks- oder Industriebetrieb handelt. Dabei halten sich die Auszubildenden auch auf Baustellen, in nicht verglasten Rohbauten sowie bei Außenarbeiten im Freien auf. Teilweise verlagern die Betriebe die Ausbildungsinhalte auch in überbetriebliche Ausbildungsstätten.

Stuckateure werden von Betrieben des Stuckateurhandwerks oder industriellen Ausbaubetrieben beschäftigt. Ihre Kenntnisse sind darüber hinaus im Trocken- und Fassadenbau gefragt. Während der Ausbildung können angehende Stuckateure und Stuckateurinnen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt durch die Aneignung von Zusatzqualifikationen verbessern. Als Geselle kann man verschiedene Arten der Weiterbildung ins Auge fassen, so zum Beispiel eine Weiterbildung zum Techniker oder eine Weiterbildung zum Meister. Daneben steht Personen mit Hochschulzugangsberechtigung die Möglichkeit offen, ein Studium, zum Beispiel im Bauingenieurwesen, zu absolvieren.

 

Während der Lehre kann man mit einer Ausbildungsvergütung zwischen 500 und 1200 Euro monatlich rechnen, als Geselle verdienen Stuckateure mindestens 2600 Euro brutto im Monat.

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  • Thomas Fieber

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