Der Steinmetz und Steinbildhauer fertigt nicht nur Skulpturen an

Von der Steinmetz Ausbildung zum Meister

Was Steinmetze erschaffen, hat lange Bestand – man denke nur an die ägyptischen Pyramiden oder an das Kolosseum in Rom. Mehr als 2.000 Jahre alt sind diese Bauwerke, für die Steinmetze mit Hammer und Meißel Tausende von Felsbrocken zu geometrischen Quadern bearbeiteten. Dabei hat sich am grundsätzlichen Arbeitsprinzip im Laufe der Jahrhunderte nicht viel geändert: Steine werden durch die Bearbeitung mit Werkzeugen in eine gewünschte Form gebracht. Die Werkzeuge, mit denen Steinmetze arbeiten, haben sich allerdings weiter entwickelt. Hammer und Meißel werden heute nur noch für besonders feine Arbeiten gebraucht. Das Grobe erledigt ein mit Pressluft getriebener Hammer, in den ein Meißel integriert ist.

Steinmetze fertigen Fassadenteile, Plastiken und Skulpturen, Treppen und Fußböden, Arbeitsplatten für Küchen und nicht zuletzt Grabsteine an. Wenn es sich um Aufträge eines Architekten handelt, haben sie sich an genaue Vorgaben zu halten. Darüber hinaus können sie unter Berücksichtigung der Wünsche ihrer Kunden ihrer Kreativität relativ viel Spielraum lassen. Da sie Arbeit viel Kraft erfordert, benötigt man eine gute körperliche Konstitution, um diesen Beruf ausüben zu können. Verwechseln sollte man den Steinmetz aber nicht mit dem Stuckateur. Darüber hinaus gehören räumliches Vorstellungsvermögen, eine gewisse Umsicht und sorgfältiges Arbeiten, aber auch ein gehöriges Maß an Improvisionstalent zum Anforderungsprofil für diesen Beruf. Schließlich sind hin und wieder logistische Höchstleistungen zu erbringen, wenn schwere Lasten in höhere Stockwerke zu transportieren sind.

Ausbildung Steimetz und Steinbildhauer

Steinmetz/in und Steinbildhauer/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf mit einer Ausbildungsdauer von drei Jahren. Nach den ersten beiden Ausbildungsjahren erfolgt eine Spezialisierung der Auszubildenden auf eine der beiden Fachrichtungen. Dabei sind Steinmetze eher mit Arbeiten mit bautechnischem Hintergrund befasst, während das Tätigkeitsfeld von Steinbildhauern eher die Anfertigung von Skulpturen und Plastiken umfasst. Die Anforderungen in diesem Beruf werden häufig unterschätzt, doch ist ein mathematisches Verständnis in jedem Fall erforderlich. Eine bestimmte Schulausbildung ist zwar als Zugangsvoraussetzung nicht vorgeschrieben, die Betriebe bevorzugen jedoch Hauptschul- oder Realschulabgänger mit guten Noten im Rechnen. Auch Abiturienten bewerben sich um eine Ausbildung, die ihnen als Grundlage für ein Kunst- oder Architekturstudium dienen soll.

Was verdient der Steinmetz und Steinbildhauer?

 

Steinmetze und Steinbildhauer können nach erfolgreich abgelegter Gesellenprüfung eine Weiterbildung zum Meister anstreben, je nach Schulabschluss sind auch der Besuch einer Fachschule für Technik oder ein Hochschulstudium in Betracht zu ziehen. Während der Ausbildung liegt die Ausbildungsvergütung zwischen etwa 400 und 700 Euro monatlich, nach der Ausbildung beträgt das Gehalt eines Steinmetzes etwa zwischen 2.500 und 3.000 Euro brutto.

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