Auch im Zeitalter der Gleichberechtigung ist der Beruf des Maurers immer noch eine Männerdomäne. Die Maurerausbildung steht zwar auch jungen Frauen offen, ihr Anteil liegt aber unter einem halben Prozent bei den Auszubildenden eines Jahrgangs. Maurer leisten beim Bau und Umbau der verschiedensten Gebäude wichtige Aufgaben. Auf Baustellen, auf denen Wohn- und Geschäftshäuser entstehen sollen, stellen sie vom Betonieren der Fundamente über das Mauern der Außen- und Innenwände bis zum Giessen der Betondecken den Rohbau der Gebäude her.

Maurer richten sich bei ihrer Arbeit nach den Plänen des Architekten. Neben der Rohbauerstellung führen sie auch zusätzliche Arbeiten im Tiefbau und im Rohbau durch, dazu gehören beispielsweise das Ausbaggern der Fundamente und der Einbau von Treppen. Auch das Verfugen bzw. Verputzen der gemauerten Wände gehört zur Arbeit des Maurers. Räumliches Vorstellungsvermögen ist erforderlich, um die Vorgaben des Architekten immer richtig umsetzen zu können.


Maurer sind nicht nur im Neubau tätig, sondern auch bei Umbaumaßnahmen, bei der Modernisierung und Instandsetzung von Gebäuden beteiligt. Dabei prüfen sie das Wandmaterial und führen neben Sanierungsmassnahmen auch Abbrucharbeiten durch. Außerdem errichten sie Wände und Mauern nicht immer aus einzelnen, kleinformatigen Steinen, sondern auch aus Baufertigteilen, die sie der Planung des Architekten gemäß aufbauen und montieren. Zum Teil stellen sie Bauteile aus Beton und Stahlbeton auch selbst her obwohl der Betonbauer ein eigenständiger Beruf ist. Früher hat ein Maurer auch die Arbeiten der Fliesenleger verrichtet.

 

Maurer arbeiten meist mit anderen Kollegen zusammen in Bautrupps und an häufig wechselnden Arbeitsstätten. Da die Arbeit oft im Freien erfolgt, sind sie auch widrigen Witterungseinflüssen ausgesetzt. Außerdem arbeiten sie zum Teil in großen Höhen und unterliegen nicht nur der Belastung durch Wind und Wetter, sondern auch durch Lärm, Dämpfe und Staub. Zu den wichtigsten Voraussetzungen für den Maurerberuf gehören körperliche Fitness und Schwindelfreiheit.

 


Neben Wänden und Decken sind auch Schornsteine und Schächte von Maurern zu erstellen. Daneben führen sie erforderliche Maßnahmen zur Schall- und Wärmedämmung sowie Brandschutzmassnahmen aus. Die Altbausanierung erfordert von Maurern insbesondere in sehr alten Gebäuden mit gemauerten Bögen und Gewölben besonderes handwerkliches Geschick.

 

Die Ausbildung zum Maurergesellen dauert drei Jahre. Der monatliche Verdienst beträgt während der Lehre im Durchschnitt etwa 800 Euro, als Maurergeselle kann man mit einem durchschnittlichen Monatslohn von etwa 2200 bis 2600 Euro rechnen. Der Verdienst als Werkpolier beträgt etwa ab 3000 Euro monatlich. Später kann der Maurer die Meisterschule besuchen, danach sogar Architektur studieren.

 

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  • Thomas Fieber

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