Mit dem Boom der Bauwerkssanierung wurde im Jahr 2007 der Beruf des Holz- und Bautenschützers ins Leben gerufen.

Die Ausbildung in diesem Beruf, die mit dem Erwerb des Gesellenbriefes abschließt, dauert drei Jahre.

 

Wann immer Feuchtigkeit oder Holzschädlinge die Bausubstanz gefährden, ist der Einsatz des Holz- und Bautenschützers gefragt. Da die auftretenden Schäden ebenso wie ihre Ursachen von Fall zu Fall unterschiedlich sind, handelt es sich dabei um eine sehr abwechslungsreiche Tätigkeit. Oftmals lassen sich die anstehenden Aufgaben nur in Zusammenarbeit mit anderen Spezialisten im  Bauhandwerk lösen.

Im Schadensfall prüft der Holz- und Bautenschützer zunächst einmal Art und Umfang des entstandenen Schadens und erforscht die Ursachen. In Absprache mit den Auftraggebern wählt er die passenden Maßnahmen, um Feuchtigkeitsschäden zu beseitigen und einem weitergehenden Schaden durch Pilzbefall oder durch Salze an Gebäuden und Bauteilen entgegenzuwirken. Die Planung des Arbeitsauftrags und die dementsprechende Einrichtung seines Arbeitsplatzes gehört ebenso zu den Aufgaben des Holz- und Bautenschützers wie die sorgfältige und fachgerechte Ausführung des Auftrages selbst.


Bei einer Schadenssanierung werden unter Umständen durchfeuchtete Bauwerke ausgetrocknet, Mauerteile ausgetauscht, Injektionen durchgeführt, Bleche eingesetzt oder Putz ersetzt. In jedem Fall werden die nötigen Sicherheitsmassnahmen durchgeführt, ebenso wie erforderliche Umweltschutzmassnahmen. Nach Abschluss der Arbeiten übergibt der Holz- und Bautenschützer die fertig gestellte Arbeit an den Kunden. Auch vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung von zukünftigen Schäden gehören zu seinen Aufgaben, ebenso wie die Dokumentation der eingesetzten Verfahrensweisen und Materialien.

Holz- und Bautenschützerinnen arbeiten auf im Baugewerbe auf wechselnden Baustellen, sowohl im Gebäudeinneren wie auch im Freien. Zumeist setzen sie bei ihrer Tätigkeit Handwerkszeug und handgeführte Maschinen ein. Da sie ihre Arbeit teilweise im Stehen, aber auch in der Hocke, im Knien, in gebückter Haltung und über Kopf ausüben, ist eine gewisse körperliche Beweglichkeit erforderlich. Da der Einsatz zum Teil auf Gerüsten und Arbeitsbühnen, mitunter in großen Höhen, erfolgt, sollten Bewerber schwindelfrei sein. Bei der Arbeit tragen Holz- und Bautenschützer geeignete Schutzkleidung, wie Sicherheitsschuhe, Helm, Schutzbrillen und unter Umständen auch Schutzanzüge. Bei einigen Tätigkeiten ist zudem das Tragen von Atemschutzmasken erforderlich.

 

Voraussetzung für die Ausbildung in diesem Beruf ist ein Haupt- oder Realschulabschluss. Bewerber sollten Interesse für naturwissenschaftliche Fächer mitbringen. Die Ausbildungsvergütung beträgt etwa zwischen 500 und 1200 Euro monatlich, nach Abschluss der Ausbildung verdient man als Geselle anfangs zwischen 2400 und 2600 Euro brutto. Es bestehen verschiedene Möglichkeiten der Weiterbildung, so beispielsweise eine Meisterausbildung oder ein Studium.

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  • Thomas Fieber

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